Das bekannte Augenzucken entsteht aus einem nicht gewollten Muskelzucken des Augenlides. In der Regel ist nur eine Seite bzw. ein Auge betroffen. Das Augenzucken ist in meisten Fällen harmlos. Dennoch kann es ein Hinweis auf eine Erkrankung oder Mangelerscheinung sein. Auch Dysbalancen des Körpers können durch ein Augenzucken angezeigt werden.

Wie entsteht das Augenzucken?

Augenzucken Ursachen Stress

Beruflicher Stress gehört zu den häufigen Ursachen bei Augenzucken (c) iStock.com / BernardaSv

Im gesamten Körper sind Muskelzuckungen, die ab und zu vorkommen, normal. Das Augenzucken kann minutenlang (oder gar Stunden) andauern. Doch wenn das Augenzucken bereits Tage anhält oder stärker wird, ist ein Arztbesuch ratsam, um die Augenzucken-Ursachen abzuklären. Der Neurologe ist hier die erste Anlaufstelle. Im Gegensatz zu dem körperlichen Zucken der Muskeln wird das Augenzucken von Patienten stärker und intensiver wahrgenommen. Das liegt darin begründet, dass durch das zuckende Auge immer wieder das Sichtfeld beeinträchtigt wird. Zudem befinden sich im Gesichtsfeld zahlreiche Nerven, wodurch unsere Haut in dieser Region besonders empfindlich ist. Selbst kleinste Berührungen und Bewegungen nehmen wir wahr. Selten ist das Augenzucken allerdings für außenstehende Personen erkennbar, da es sich hierbei um schnelle und minimale Bewegungen handelt. Der Auslöser für ein zuckendes Auge ist in der Regel das Oberlid. Das Gehirn sendet Signale durch das Nervensystem und so entsteht das unangenehme Zucken. Dennoch welche Ursachen können Augenzucken haben?

STRESS als eine der Augenzucken-Ursachen

Eine der häufigsten Ursachen für das Augenzucken ist psychischer Stress. Aber auch starke Müdigkeit kann dazu führen, dass das Augenzucken auftritt. Stresssituationen – privat oder beruflich – sowie eine Überbelastung der Augen sind hier die Auslöser. Im Zusammenhang wird von stressbedingtem Augenzucken oder vom „nervösen Augenzucken“ gesprochen.

ERNÄHRUNG und KRANKHEITEN als Ursachen für das Augenzucken

Neben Stress und Übermüdung gibt es weitere Möglichkeiten, die für ein Augenzucken verantwortlich sein können:

  • Zu viel Sport und körperliche Überanstrengungen in Kombination mit falscher Ernährung können auch zu Augenzucken-Ursachen gezählt werden
  • Ein gestörter Mineral- und Wasserhaushalt bei Mangelernährung kann als weitere Ursache für Augenzucken genannt werden

Spätestens wenn der Mineral- oder Wasserhaushalt im Ungleichgewicht ist, herrscht eine gestörte Kommunikation zwischen der Muskulatur und den Nerven. Diese gestörte Kommunikation wirkt sich stark auf das Augenzucken aus, beeinflusst jedoch meist auch weitere Muskelpartien, sodass Betroffene häufig ebenfalls über ein gelegentliches Zucken in Waden oder Schenkeln klagen.

Worst Case: Ebenso können verschiedene Erkrankungen als Augenzucken-Ursachen genannt werden: Vom Virusinfekt, der den Körper schwächt, bis hin zu Wucherungen oder Tumoren. Wenn Sie hypochondrisch veranlagt sind, lassen Sie sich jedoch gesagt sein, dass ein Augenzucken als einziges Symptom hier eher untypisch ist! Wenn eine schwere Erkrankung vorliegt, ist diese meist mit weiteren Begleiterscheinungen verbunden wie Übelkeit, Kopfschmerzen oder allgemeines Unwohlsein.

Behandlung der Augenzucken-Ursachen

Augenzucken Ursachen Auge

Die Augenzucken-Ursachen variieren sehr stark (c) iStock.com / Arndt_Vladimir

Es gibt viele Ursachen für das Augenzucken – und genau deswegen auch viele unterschiedliche Methoden, wie das Zucken behandelt werden kann.

Stress: Ist das Augenzucken aufgrund von Stress aufgetreten, kann ein Entspannungsverfahren zur Linderung und Heilung führen. Die Entspannungsmethoden müssen individuell gewählt werden. Für jeden Menschen gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, welche das Augenzucken mildern und heilen können. Massagen können zum Beispiel als Entspannungsform angewandt werden, ebenso Meditation, Yoga oder ein einfaches Spazierengehen in aller Ruhe. Es ist oft ebenso hilfreich, die eigenen Ansprüche und Ziele auf einem realistischen Niveau anzusetzen, um den oft unnötigen Stress – nicht nur beruflich sondern auch privat im Alltag – zu vermeiden.

Ernährung: Eine Ernährungsumstellung ist hingegen vonnöten, wenn das Augenzucken aufgrund eines unausgeglichenen Stoffwechselhaushaltes auftritt. Bei einer unzureichenden Versorgung von Magnesium und einem gestörten Wasser- wie Mineralhaushalt ist es möglich, dass Nervensignale falsch interpretiert werden. Umso mehr Magnesium über die Ernährung aufgenommen wird, desto schneller wird das Augenzucken gelindert. Mit Nahrungsergänzungsmittel kann ebenfalls gegen das Augenzucken vorgegangen werden – hier gilt jedoch: Alles in gesunden Maßen!

Beim hartnäckigen Augenzucken sollte ein Arzt zurate gezogen werden, um Erkrankungen als Ursache für Augenzucken auszuschließen