Jedes Jahr im Herbst, wenn Regenwetter und Kälte drohen, denken viele Menschen über das Thema “Grippeimpfung ja oder nein?” nach. Denn von Oktober bis April herrscht Grippesaison: Ihr Risiko, an einer Influenza zu erkranken, ist hoch. Die Grippeimpfung bleibt eine der wichtigsten Maßnahmen zur Vorbeugung der Grippe. Also: Grippeimpfung Ja oder Nein? Vieles spricht dafür, sich durch eine Impfung vor einer Grippe zu schützen. Im Gegensatz zum grippalen Infekt, der mit Husten, Schnupfen und Fieber viele Menschen befällt und meist ohne medikamentöse Behandlung auskommt, ist die Infektion mit einem der Grippeviren eine ernsthafte Erkrankung, die nicht auf die leichte Schulter genommen werden darf.

Wer die Krankheitssymptome fürchtet und einen längeren Ausfall am Arbeitsplatz vermeiden möchte, wird gerne bereit sein, sich impfen zu lassen. Die Grippeimpfung ist jedoch mit Risiken verbunden und sicherlich nicht so ungefährlich, wie viele Menschen glauben. Unbedarft bieten sogar oft einige Arbeitgeber eine firmenweite Grippeimpfung für die Angestellten an. Jeder sollte sich jedoch zuvor genau überlegen, ob er ein solches Angebot annehmen möchte und welche Entscheidung in Sachen, Grippeimpfung Ja oder Nein, gefällt wird.

Warum ist jedes Jahr eine neue Impfung erforderlich?

Grippeimpfung ja oder nein Grippevirus

Ob man bei einer Grippeimpfung Ja oder Nein wählt, hängt von der eigenen Situation ab. Das Grippevirus ist jedoch nicht zu unterschätzen © iStock.com / Eraxion

Anders als bei Impfungen gegen Kinderkrankheiten muss die Grippeschutzimpfung jedes Jahr wiederholt werden. Das liegt daran, dass die Grippeviren ein hohes Mutationspotential haben. Jedes Jahr tauchen neue Varianten des Grippevirus auf. Die Impfung hilft jedoch immer nur gegen die Virusvariante, von der von Wissenschaftlern angenommen wird, dass sie mit höchster Wahrscheinlichkeit auftreten wird. Wer Pech hat, lässt sich zwar gegen Grippe impfen, erkrankt aber trotzdem, weil ein Grippevirus die Krankheit auslöst, für welches kein Impfschutz besteht.

Grippesaison – Impfempfehlungen für Risikogruppen

Jährliche Impfempfehlungen gibt der Präsident des Robert Koch-Instituts für

ältere Menschen ab 60
chronisch Kranke.

Bei diesen Personengruppen ist die Immunabwehr häufig geschwächt, so dass es sogar tödliche Influenzaverläufe gibt. Der Effekt der Grippeschutzimpfung besteht in einer Vorbereitung des Immunsystems, indem die Immunabwehr durch die im Impfstoff enthaltenen speziellen Eiweiße zur Bildung von Antikörpern angeregt wird. Wenn dann das Grippevirus eindringt, verfügt der Körper bereits über „Baupläne“ für die Antikörper und kann den Viren entgegenwirken. Das bewirkt einen sehr milden, ungefährlichen Krankheitsverlauf. Hier wird die Frage, Grippeimpfung Ja oder Nein, oft positiv beantwortet.

Schwangere

Weiterhin informiert das Robert Koch-Institut über das erhöhte Risiko einer Ansteckung mit schwerem Krankheitsverlauf für Schwangere: Daher rät die Ständige Impfkommission (STIKO) ihnen zur Impfung ab dem 4. Schwangerschaftsmonat. Auch das ungeborene Kind wird über die Plazenta mit dem schützenden Antikörper versorgt. Für diese Risikogruppe wird also eine Impfempfehlung ausgesprochen.

Insofern müsste die Frage, Grippeimpfung Ja oder Nein, mit einem klaren Ja beantwortet werden. Doch so einfach ist es nicht.

Zweifel an der Wirksamkeit und Nebenwirkungen

Junge Menschen mit gut funktionierender Immunabwehr, die mit Hilfe von Medikamenten eine Grippeerkrankung ohne Komplikationen überstehen, können bei der Frage, Grippeimpfung ja oder nein, wählen, was sie bevorzugen – generell sollte man seinen Körper nicht ohne guten Grund belasten. Dazu kommt, dass viele Wissenschaftler an den Wirkungsgrad einer Grippeimpfung Zweifel haben.

Ein gewichtiges Argument gegen die Grippeschutzimpfung liefern Ihnen amerikanische Forscher, die beteuern, dass es bisher nicht gelang, eine ausreichende Wirksamkeit der Impfung zu belegen. Sie weisen darauf hin, dass die Impfstoffe kaum einen Schutz vor der Grippe bieten. Ein Hauptgrund dafür liegt in der raschen genetischen Veränderbarkeit des Influenzavirus. Jährlich mutieren die Viren und nehmen eine andere Gestalt an, so dass der Impfstoff laufend neu angepasst werden muss. Zudem lässt sich nicht immer ermitteln, welche der unterschiedlichen Virenstämme sich in Kürze ausbreiten werden. Daher ist die Bereitstellung des optimalen Impfstoffs nicht immer möglich. Die Frage, Grippeimpfung Ja oder Nein, beantworten sie negativ.

Grippeimpfung ja oder nein Spritze

Grippeimpfung Ja oder Nein? Viele Menschen wissen nicht über Risiken der Grippeimpfung Bescheid © iStock.com / pressdigital

Eine kaum vorhandene Wirksamkeit bescheinigte eine aktuelle Forschungsarbeit des Center for Infectious Disease Research der Grippeschutzimpfung. Die Antwort auf die Frage, Grippeimpfung Ja oder Nein, tendiert daher für viele zum Nein, vor allem weil zudem Nebenwirkungen auftreten können: Durch die im Impfstoff enthaltenen Stoffe wie Tier-DNA, Konservierungsstoffe, Quecksilber und Formaldehyd kann es zu Gesundheitsschädigungen kommen.

Deswegen gibt es in Deutschland keine Grippeimpfungen ohne Arztbesuch. Vor der Grippeimpfung muss der behandelnde Arzt seinen Patienten über alle Risiken, die eine Impfung mit sich bringen kann, umfassend aufklären. Ob diese Risiken akzeptabel sind und im Verhältnis zum Nutzen stehen, muss jeder Patient für sich selbst entscheiden.

Kontraindikationen: Wer darf nicht geimpft werden?

Zumindest sollten Sie sich nicht impfen lassen, solange Sie eine Infektion oder Fieber haben. Während der Erkrankung gilt also bei der Frage Grippeimpfung Ja oder Nein – ein klares Nein. Bei einer Eiweißallergie sollten Sie auf einen hünereiweißfreien Impfstoff ausweichen.

Grippeimpfung bei Kindern

Für Kinder ab zwei Jahren kann die Impfung alternativ zur Spritze durch ein Nasenspray erfolgen. Es handelt sich dabei, anders als bei den herkömmlichen Totimpfstoffen, um einen Lebendimpfstoff, welcher abgeschwächte Krankheitserreger enthält, die die Grippe nicht auslösen können. Dieser Impfstoff gilt als sehr effektiv. Mehr Informationen dazu auf onmeda.de

Fazit: Grippeimpfung Ja oder Nein?

Selbstverständlich ist es jedem freigestellt, wie er sich wegen der Grippeimpfung entscheidet. Die Frage “Grippeimpfung Ja oder Nein” lässt sich nicht generell beantworten. Entscheidend sind der Gesundheitszustand des Betroffenen und seine persönliche Situation. Wer kerngesund ist und in den infektionsträchtigen Zeiten nicht oft größeren Menschenansammlungen ausgesetzt ist, kann, wenn er das bevorzugt, auf die Grippeimpfung verzichten. Alle anderen, bei denen eine Infektion mit dem aktuell aktiven Grippevirus zu schweren gesundheitlichen Komplikationen führen könnte, sollten sich besser jedes Jahr vor Beginn der Grippesaison impfen lassen.

Zum Überblick: Diese Grafik zeigt die Anzahl freigegebener Dosen Grippeimpfstoff im Herbst 2014.

Grippeimpfung ja oder nein Diagramm

Anzahl freigegebener Dosen Influenza Impfstoffe für das Jahr 2014 ©klein-klein-aktion.de Quelle: PEI

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