Grundsätzlich muss zunächst kurz erläutert werden, was genau unter dem Begriff „Krampfadern“ zu verstehen ist. Denn erst dann lassen sich konkrete Vorschläge anbringen, was bei der Frage „Was tun gegen Krampfadern?“ empfohlen werden kann. Sie finden hier Informationen zur Definition von „Krampfadern“ im medizinischen Sinne und Empfehlungen. Was gegen Krampfadern wirklich hilfreich ist.

Kampfadern: Das lästige Übel

Krampfadern gesunde Beine

Schöne Beine ohne Krampfadern, aber wie? (c) iStock.com / pola-und-helena

In unserem Körper gibt es unzählige Blutgefäße – von ganz großen (wie der Aorta) bis hin zu ganz kleinen, die die Endgliedmaßen (wie Finger und Zehen) ausreichend mit Blut versorgen. Bei gesunden Menschen wird das Blut rhythmisch und mit einem physiologischen Druck durch das Geflecht an Gefäßen gepumpt, sodass die dynamischen Gefäßwände sich ganz leicht dem Druck anpassen können. Nun gibt es aber mehrere Faktoren, die den Druck im Inneren der Blutgefäße erhöhen, wodurch Krampfadern letztlich entstehen können. So lassen sich 3 Hauptaspekte benennen, die ursächlich für die Entstehung von Krampfadern in Betracht kommen:

Zum einen gibt es die genetische Veranlagung. Dies bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit, Krampfadern zu entwickeln, bedeutend hoch ist, wenn enge Verwandte unter Krampfadern leiden. Zum anderen wirken pathologische Faktoren auf den Blutfluss (z.B. erhöhter Blutdruck), so dass die Gefäßwände enormem Druck ausgeliefert sind. Der dritte Aspekt sind äußere Faktoren, die sich positiv auf die Entwicklung von Krampfadern auswirken (zum Beispiel langes Sitzen bzw. im Sitzen Beine übereinanderschlagen). Aber auch durch Schwangerschaften wird der Druck auf die Blutgefäße erhöht, so dass nicht wenige Schwangere entsprechende Ausprägungen entwickeln.

Die Frage nun: Was tun gegen Krampfadern?

Krampfadern Beine Wandern

Krampfadern sind oft nicht nur ein kosmetisches Problem … (c) iStock.com / zlikovec

Krampfadern (auch „Varizen“ genannt) sind demnach Ausbuchtungen der Blutgefäße, die keinen konkreten Zweck erfüllen. Der erhöhte Druck im Gefäßsystem (und vor allem in der Beinregion) führt zur Ausdehnung der Gefäße und bei kontinuierlicher Belastung werden sich im Laufe der Zeit entsprechende Krampfadern bilden. Und nun stellt sich für viele Betroffene die Frage: Was tun gegen Krampfadern? Wenn die Ursache im genetischen Bereich liegt, lässt sich nicht viel unternehmen – oftmals hilft hier nur noch eine OP (dabei werden kleine Schnitte gesetzt und die einzelnen Krampfadern herausgezogen, das verbliebene Blutgefäß wird verödet). Wenn sich jedoch die Ursachen erklären lassen, kann man ihnen häufig gut entgegenwirken:

  1. Beine vertreten: Bei langem Sitzen (Büro/ Flugzeug) ist es sinnvoll, ab und zu kurze Strecken zu laufen. Dies regt den Kreislauf an und verhindert einen zu starken Blutfluss in die Beinregion (das Blut „versackt“ dann nicht so schnell)
  2. Wechseldusche an den Beinen: Auch diese Form regt den Blutfluss wieder an und vermindert so den Blutdruck in den unteren Extremitäten
  3. Gewichtsreduktion: Bei starkem Übergewicht sollte das Gewicht reduziert werden, um das Risiko auf Krampfadern und anderen Krankheiten zu verringern (erhöhter Blutdruck, vermehrter Gewichtsdruck auf das Gefäßsystem, …)
  4. Simpel, aber wahr: Auf den Körper achten!

Die Frage „Was tun gegen Krampfadern“ lässt sich demnach ziemlich leicht beantworten. Wichtig ist, dass die Betroffenen bereits frühzeitig auf Signale des Körpers achten und entsprechend gegensteuern. Denn die vorbeugenden Maßnahmen sind deutlich angenehmer, als sich letztendlich einer OP unterziehen zu müssen. Wenn die Krampfadern sich bereits gebildet haben, entwickeln sie sich nicht wieder von alleine zurück!