Zöliakie, als auch Glutenunverträglichkeit bezeichnet stellt eine massive Einschränkung in der Lebensqualität dar und zeigt sich je nach Grad der Ausprägung mit verschiedenen körperlichen Symptomen. Durch eine gezielte Ernährung lässt sich die Glutenunverträglichkeit behandeln und die Glutenunverträglichkeit Symptome minimieren. Eine Heilung von dieser Form der Nahrungsmittelunverträglichkeit ist leider nicht in Sicht, so dass einzig die symptomatische Behandlung erfolgen kann.

Was ist eine Glutenunverträglichkeit?

Glutenunverträglichkeit Symptome Gliadin

Gliadin ist eines der Proteine, das die Glutenunverträglichkeit auslöst © iStock.com / ermess

Die Zöliakie ist eine Glutenunverträglichkeit, welche eine Entzündung des Dünndarmschleimhaut mit sich bringt. Ausgelöst wird dies durch Bestandteile des Gluten, also des Klebeeiweißes in vielen Getreidearten. In der Regel ist bei Betroffenen die Dünndarmschleimhaut durchlässig für Proteine wie Gliadin, welches eine Entzündung der Schleimhaut auslöst. Hierdurch können Nährstoffe nur noch unzureichend von den Betroffenen aufgenommen werden und verbleiben im Darminhalt. Hierdurch treten verschiedene Glutenunverträglichkeit Symptome auf, welche die Diagnostik der Erkrankung ermöglichen.

Welche Symptome sind für eine Glutenunverträglichkeit typisch?

In der Regel wird die Zöliakie bereits im Kindesalter entdeckt, da dort die Glutenunverträglichkeit Symptome besonders deutlich sind. Die Glutenunverträglichkeit Symptome reichen bei Kindern von…

✘ häufigem Erbrechen
✘ übelriechenden, großvolumigen Durchfällen
✘ Appetitlosigkeit

bis zu

✘ massiven Entwicklungsstörungen durch die fehlenden Nährstoffe.

Bei Erwachsenen treten die Glutenunverträglichkeit Symptome nur in deutlich schwächerer Form zu Tage, was eine erste Diagnose erschwert. Müdigkeit, Knochenschmerzen, trockene Haut, ein allgemeines Krankheitsgefühl und Blutarmut sind einige der typischen Symptome.

Wie erfolgt die Diagnose?

Es gibt mittlerweile viele verschiedene Ansätze um die Glutenunverträglichkeit und die Glutensensitivität nachzuweisen. Da es sich bei der Zöliakie sowohl um eine Nahrungsmittel-Unverträglichkeit und gleichzeitig eine Autoimmunerkrankung handelt, kann sie serologisch nachgewiesen werden. Durch den Nachweis von Antikörpern gegen Endomysium und Gliadin kann die Glutenunverträglichkeit problemlos klinisch nachgewiesen werden. Durch diese Tests lassen sich die Glutenunverträglichkeit Symptome oftmals erklären und entsprechend gezielt behandeln. Vor allem die Technik der Anti-Tissue-Transglutaminase hat sich als einfaches Diagnosemittel bewährt und sollte laut ärztlichen Empfehlungen als Standard-Test auf Zöliakie eingeführt werden.

Ernährung bei Glutenintoleranz

Glutenunverträglichkeit Symptome Lebensmittel

Wer Zöliakie-Symptome bekämpfen will, sollte auf die Lebensmittel mit Gluten verzichten © iStock.com / Eskemar

Da die Glutenunverträglichkeit nicht direkt behandelt werden kann müssen die Glutenunverträglichkeit Symptome gezielt über die Ernährung bekämpft werden. Die einzige Art der Therapie besteht aus dem vollkommenen Verzicht auf glutenhaltige Lebensmittel. Durch den fehlenden Auslöser für die Zöliakie kann die Dünndarmschleimhaut abheilen und die normale Aufnahme an Nährstoffen über diese wieder erreicht werden. Die Glutenunverträglichkeit Symptome klingen anschließend von alleine wieder ab.

Die erste Ernährung nach der Diagnose

Zunächst einmal müssen die Patienten zur Bekämpfung ihrer Glutenunverträglichkeit Symptome komplett auf die Aufnahme von Gluten verzichten. Durch die gestörte Dünndarmschleimhaut tritt häufig eine nur temporäre Laktoseintoleranz auf, welche einen Verzicht auf Milchzucker ebenfalls unumgänglich macht. Die Patienten können in ihrer Ernährung auf verschiedene Alternativen zurückgreifen. In der Tabelle unten finden Sie Informationen, die Sie bei der Auswahl einer glutenfreien Getreidesorte unterstützen (Quelle: www.was-ist-zoeliakie.de)

Getreide Eiweiße Gefährlich
  • Weizen
  • Grünkern
  • Dinkel
  • Kamut
  • Einkorn
Gliadin Ja
  • Roggen
Secalinin Ja
  • Gerste
Hordein Ja
  • Hafer
Avenin Umstritten
  • Reis
Oryzenin Nein
  • Mais
Zein Nein
  • Hirse
  • Amarant
Kafirin Nein

 

Weitere Getreidesorten, die verwendet werden dürfen, sind:

  • Tapioka
  • Buchweizen
  • Quinoa
  • Sojabohnen
  • Teff
  • Kastanie

Außerdem enthalten viele Fertigprodukte Spuren von Gluten. Diese sollten betroffene mit Zöliakie mit Vorsicht kaufen bzw. die Zutatenliste unter die Lupe nehmen und im Zweifelsfall vermeiden:

  • Wurstwaren
  • Fertiggemüse
  • Dosenprodukte
  • Pommes
  • Pulver für schnelle Soßen
  • Soßen (Ketchup, Grillsoßen, Dressings)
  • Frischkäsezubereitung, Schokolade und Schokoriegel
  • Fruchtgummi
  • Reiswaffeln, Cornflakes, Chips etc.

Darüber hinaus sollten Patienten nach der Diagnose der Zöliakie zunächst gezielt Mineralstoff- und Multivitamin-Präparate einnehmen um den Mangelerscheinungen durch die gestörte Dünndarmschleimhaut entgegen zu wirken.

Spezielle Lebensmittel für Zöliakie Patienten

Neben den oben aufgezählten Lebensmitteln können Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse ebenso wie Milchprodukte (ohne zusätzliche Aromas- und Zubereitungen) ganz normal verzehrt werden. Die Industrie hat die wachsende Anzahl an Zöliakie Patienten ebenfalls als Zielgruppe entdeckt und bietet ausgewiesen glutenfreie Lebensmittel an. Diese durch ein eingetragenes Kennzeichen ausgewiesenen Produkte dürfen einen bestimmten Mindestwert an enthaltenem Gluten nicht überschreiten. Durch diese Lebensmittel und die weitere Forschung zur Deaktivierung des Glutens mittels Zucht und Gentechnik wird die Bandbreite an Lebensmitteln immer größer. So lassen sich die Glutenunverträglichkeit Symptome mit einer beinahe normalen Ernährung komplett bekämpfen.

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